← Blog

Die Angst, die mich begleitet: warum sie da ist und wie ich mit ihr umgehe

Aus dem Kroatischen übersetzt.

Angst ist wie ein ungebetener Gast, der nicht geht. Sie taucht plötzlich auf, oft ohne Vorwarnung, und kostet mich alles, was ich habe, um sie zu ignorieren. An manchen Tagen ist sie leise, wie Dunkelheit, die sich in einen Winkel des Geistes zurückzieht; an anderen ist sie stark und laut, wie ein Gewitter, das mir keine Ruhe lässt.

Manchmal weiß ich selbst nicht, woher sie kommt. Ist es Stress, sind es frühere Erfahrungen, Überlastung? Ich weiß es nicht. Was genau ist Angst – die Furcht vor etwas, das noch nicht gekommen ist, oder ein Gefühl von Unruhe und Unsicherheit, das hier und jetzt da ist? Auch wenn ich versuche, die Ursache zu verstehen, bleibt die Angst oft ohne Antwort.

Und das ist das Schwerste – nicht zu wissen, woher sie kommt. Dadurch wird jeder Tag zu einem Kampf, mit ihr zurechtzukommen.

Warum ist sie da?

Angst ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf belastende Situationen. In der Regel hat sie einen Sinn – sie warnt uns vor möglichen Gefahren und hilft uns, vorsichtig zu sein. Im modernen Leben aber, unter ständigem Druck, wird sie oft zu viel. Sie kann nicht nur eine Reaktion auf Gefahr werden, sondern eine ständige Begleiterin.

Noch schlimmer: Es ist nicht immer leicht, die Ursache der eigenen Angst zu erkennen. Manchmal spüre ich sie, auch wenn ich gar nichts Bestimmtes tue – wenn ich mit Freundinnen zusammensitze, Kaffee trinke oder kurz vor dem Einschlafen. Dann merke ich, dass ich nicht weiß, wozu sie geworden ist – ist es Angst wegen etwas aus der Vergangenheit, Furcht vor der Zukunft oder einfach allgemeine Lebensmüdigkeit?

Wie gehe ich mit ihr um?

Angst kommt oft mit dem Bedürfnis nach Ablenkung. Obwohl ich sie gern einfach ignorieren würde, habe ich nicht immer die Kraft dazu. Dann wende ich mich dem Essen zu – es beruhigt mich, zumindest für kurze Zeit. Schokolade, Kaffee, eine schnelle Lösung, die mir ein Gefühl von Kontrolle gibt, wenn auch nur kurz. In gewisser Weise fühlt es sich wie der einzige Weg an, den Gedankenstrudel zu stoppen.

Auch wenn es kurz entspannt, fühle ich danach eine noch größere Last. Die Angst bleibt, und dazu kommt das schlechte Gewissen, keinen gesünderen Umgang mit ihr gefunden zu haben.

Der Weg zur Annahme

Was ich mit der Zeit gelernt habe: Angst muss nicht immer sofort „repariert“ werden. Manchmal reicht es, ihre Gegenwart anzuerkennen, zuzugeben, dass sie da ist und kein Feind ist. Angst ist nichts, was man wegstoßen oder unterdrücken muss – sie ist gewissermaßen ein Signal. Ein Zeichen, dass etwas in meinem Leben Aufmerksamkeit braucht, sei es zu viel Stress, Überlastung oder Unsicherheit.

Ich habe gelernt: Wenn ich sie annehme, wenn ich mir sage „Ja, ich habe Angst, und das ist in Ordnung“, verliert sie einen Teil ihrer Macht. Vielleicht lässt sie sich nicht ganz abschalten, aber ich kann sie mit einem sanfteren Umgang beruhigen. Vielleicht liegt die Antwort auf die Angst nicht in der Flucht vor ihr, sondern darin, ihre Herrschaft über mich zu verringern.

Angst ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Warnung, dass etwas in deinem Leben deine Aufmerksamkeit braucht.