Müdigkeit, gegen die nicht einmal Kaffee hilft – über psychische Erschöpfung
Aus dem Kroatischen übersetzt.
Wie oft hast du dich müde gefühlt und sofort gedacht: „Ich habe nicht genug geschlafen“? Oder zu Kaffee gegriffen, zu etwas Süßem, zu schneller Energie … Aber die Müdigkeit geht nicht weg. Sie kommt jeden Tag zurück, oft stärker als gestern.
Dr. K, der bekannte Psychiater vom YouTube-Kanal Healthy Gamer, spricht oft darüber, dass das, was wir „Müdigkeit“ nennen, nicht unbedingt ein körperliches Problem sein muss.
Du schläfst acht Stunden, isst anständig, bewegst dich – und bist trotzdem müde.
Warum? Weil psychische Müdigkeit real ist.
Wenn wir tage-, wochen- oder monatelang mit Druck kämpfen, den wir nicht ausdrücken, wenn wir Stress, Angst und unausgesprochene Gefühle hinunterschlucken, wenn wir Dinge tun, die unseren Werten widersprechen – dann beginnt der Körper zu signalisieren, dass er nicht mehr kann.
Und wir denken, wir bräuchten nur einen weiteren Nachmittag Schlaf. Müdigkeit ist manchmal ein Zeichen, dass wir Ruhe brauchen – aber nicht nur für den Körper. Manchmal brauchen wir eine Pause vom Perfektionismus. Von Menschen, die nicht zuhören. Vom ständigen Beweisenmüssen. Vom Gefühl, kein Recht auf eine Grenze, eine Pause oder ein „Nein“ zu haben.
Psychische Müdigkeit löst man nicht mit einem Krapfen oder einem Café-Besuch. Man löst sie mit einem ehrlichen Blick nach innen. Indem wir zulassen, dass wir nicht alles schaffen. Indem wir sagen: „Für heute reicht es.“ Indem wir uns eingestehen: „Ich bin nicht faul – ich bin erschöpft.“
Ich habe gelernt, beim nächsten Mal, wenn ich eine Müdigkeit spüre, die nicht vergeht, innezuhalten und mich zu fragen: Wovon bin ich eigentlich müde?
Vom Leben – oder davon, wie ich es gerade lebe?
